18.04.2019

 

Projektvorstellungen

 

Architektur aus Nordrhein-Westfalen.

Architektur NRW 2019 – Projekte: Quartier am Eickener Markt, longlife Wohnpark, Vanderlande Büroerweiterung, Wohnresidenz Vicus Mülfort

Quartier am Eickener Markt
Im Mönchengladbacher Stadtteil Eicken entsteht in unmittelbarer Nähe zum Eickener Markt ein neues Wohnquartier. Eicken ist der älteste Stadtteil von Mönchengladbach. Früher war hier ein innerstädtisches Gewerbegebiet. Wegen des wachsenden Bedarfs an Wohnraum wandelte Eicken sich immer mehr zum Wohngebiet.

 

Das Gelände einer ehemaligen Kleiderfabrik, zwischen Schwogenstraße, Flenkenweg und Eickener Straße, wird zu einem attraktiven, zentrumsnahen Wohngebiet entwickelt. Damit wird ein wesentlicher Beitrag zur Stärkung des Stadtteilzentrums von Eicken geleistet, insbesondere hinsichtlich der Stabilisierung der sozialen Strukturen und der ansässigen Versorgungseinrichtungen.

 

Im Blockinnenraum entstehen sieben Punkthäuser und eine Zeilenbebauung. An der Schwogenstraße wird ein Baukörper zur Blockrandschließung geschaffen. Insgesamt entstehen 113 Wohneinheiten in Größen von 40–120 qm sowie eine Kindertagesstätte mit zwei Gruppen.

 

Der an der Schwogenstraße vorgesehene Baukörper wird mit vier Vollgeschossen realisiert. Drei Mehrfamilienhäuser im Westen des Plangebietes am Flenkenweg werden mit zwei Vollgeschossen und einem zusätzlichen Staffelgeschoss ausgeführt, während vier weitere im zentralen Bereich des Plangebietes über drei Vollgeschosse mit einem zusätzlichen Staffelgeschoss verfügen werden. Das im östlichen Teil des Plangebietes vorgesehene Wohngebäude wird mit vier Vollgeschossen und einem zusätzlichen Staffelgeschoss als Lärmschutzriegel konzipiert. Die Schlaf- und Aufenthaltsräume werden dazu in Richtung Westen ausgerichtet. Damit wird der von der östlich gelegenen Mehrzweckhalle kommende Freizeitlärm von den empfindlichen Wohnräumen durch das Gebäude selbst abgeschirmt. Darüber hinaus werden auch die westlich des Gebäuderiegels liegenden Baukörper geschützt. In diesem Gebäude ist neben Wohnnutzungen auch die Errichtung einer Kindertagesstätte im Erdgeschoss vorgesehen. Der Außenbereich der Kindertagesstätte wird sich Richtung Südosten in den Bereich des vorhandenen Grünstreifens erstrecken.
Die Baukörper sind an einer Magistrale angeordnet. Diese bildet eine Art Campus mit einem Wege- und Platzsystem. Durch die ausgewogene Mischung aus Grünanlagen und befestigten Flächen entwickelt das Quartier eine mediterrane Atmosphäre.

 

Die Baukörper sind in Weiß gehalten, durchbrochen durch Fenster- und Balkonelemente. So wirken sie plastisch. Die Begrünung steht dazu farblich im Kontrast. Die Bewohnerstellplätze werden in zwei Tiefgaragen untergebracht, oberirdisch sind lediglich Besucherstellplätze in geringem Umfang im Bereich der Wendeanlage am Flenkenweg und im rückwärtigen Bereich des an der Schwogenstraße geplanten Gebäudes vorgesehen.

 

Bauherr: Vivawest Wohnen GmbH
Stadtplaner – Generalplaner
Standort: Mönchengladbach
Stadtteil: Eicken
Gebäudetyp: Wohnungsbau
Grundstück: 11.000 qm
BGF: 12.750 qm
Wohnen: 113 Mietwohnungen
Gewerbe: 1 Kindertagesstätte
Fertigstellung: 2020

Longlife Wohnpark
Einst war der linke Niederrhein eine Hochburg der Textilindustrie. Aber technische Entwicklungen,
Globalisierung und Strukturwandel forderten jedoch ihren Tribut. Noch vor einigen
Jahren produzierte die Firma „longlife“ als letztes Unternehmen seiner Branche am Niederrhein
hochwertige textile Bodenbeläge, bevor es geschlossen wurde.

 

Heute entsteht auf dem ehemaligen Gelände der longlife Wohnpark. Keine fünf Minuten
Fußweg vom Ortskern Lobberich entfernt, in ruhiger innerstädtischer Lage zwischen Bongartzstraße und Niedieckstraße, wird hier zur Zeit ein kleines, anspruchsvolles neues Wohngebiet mit erstklassiger Architektur- und Standortqualität entwickelt – und mit einem in vielerlei Hinsicht zukunftsweisenden Konzept der Flexibilität und Nachhaltigkeit. Mit kurzen Wegen zu allen wichtigen Einrichtungen, wie Kindergarten, Schule, Arzt, Apotheke sowie zum Ortskern mit Rathaus, Fußgängerzone, Geschäften, Einkaufszentrum und Gastronomie.

 

Der longlife Wohnpark ist als einheitlich gestaltetes Ensemble unterschiedlicher Haustypen und Wohnformen für die Ansprüche und das Leben heute und für die Zukunft konzipiert: architektonisch, wirtschaftlich und ökologisch. Es entstehen Wohneinheiten, die variabel in der Nutzung sind und Spielraum für Veränderungen geben. Mit durchdachten Optionen von Jung bis Alt, Single, Paar, Familie, für das Zusammenleben der Generationen oder das Wohnkonzept für die Versorgung im Alter und die Unterbringung zu Hause bei Pflegebedürftigkeit – ideal für Menschen, die Freude an guter Architektur haben und gerne in einem kleinen, überschaubaren Wohngebiet in guter Nachbarschaft wohnen.

 

Fünf Wohnhaustypen von der Doppelhaushälfte über das freistehende Einfamilienhaus bis zum Mehr-Generationen-Haus bieten Raum für individuelle Wünsche und Lebensentwürfe. Hoher Wohnkomfort, ästhetisch anspruchsvolle Details, Garage, Parkplatz, Aufzug und Parkhaus im Mehrfamilienhaus, Barrierefreiheit und energieeffiziente Bauweise.

 

Das kleine, aber feine Wohngebiet hat Potenzial, denn hier, in unmittelbarer Ortsrandlage, gibt es zwar noch einige Optionen auf Einfamilienhäuser von der Doppelhaushälfte bis zum Mehrgenerationenhaus, aber die Gesamtzahl an Einheiten ist überschaubar. Ein Mix aus Mietwohnungen, Eigentumswohnungen und etwa 14 bis 16 Wohnhäusern soll es am Ende werden, gestalterisch aus einem Guss und in klarer Handschrift. Für Umwelt und Natur ist das Konzept einer nachhaltigen Bauweise allenthalben ein Gewinn. Insgesamt können auf dem 16.000 Quadratmeter großen Gelände zwischen 65 und 75 Wohneinheiten errichtet werden.

 

Bauherr: Cleven Grundbesitz GmbH & Co. KG
Stadtplaner – Generalplaner
Standort: Nettetal-Lobberich
Gebäudetyp: Wohnungsbau
Grundstück: 16.000 qm
Wohnen: 65–75 Wohneinheiten
Fertigstellung: 2020

Vanderlande Büroerweiterung
Büros mit Freiraum für die Mitarbeiter in der digitalisierten Arbeitswelt baut Schrammen Archtiekten für die Firma Vanderlande.

 

Es entstehen Meeting Points, Chill Out Zonen, Think Tanks, Cafébereiche und Besprechungsräume. Dazu erweitert Vanderlande das vorhandene Bürogebäude um einen zweigeschossigen Neubau. Zudem werden Teile des Bestandsgebäudes umgebaut und ausgeweitet.
Eine offene Bürostruktur (open space) vereint Arbeitsplätze mit Kommunikations-, Pausen und Ruhezonen. Während die Arbeitsplätze stringent ortogonal angeordnet sind, ist diese Struktur in der Mittelzone in freie Formen aufgelöst. Dort können die Mitarbeiter besonders aktiv zusammenarbeiten und sich austauschen.
Die Formgebung in Grundriss und Raum sorgt für Freiräume für die Mitarbeiter. Die Verbindung nach außen schafft Bewegungsmöglichkeiten. Als Gegenpol zur Rationalisierung der Arbeitswelt stehen bewusst die Emotionen der Menschen im Mittelpunkt des Entwurfs.

 

Schrammen Architekten BDA erhielt für den 1. Bauabschnitt des Gebäudes 2000 den Gewerbearchitekturpreis.

 

Bauherr: Vanderlande
Stadtplaner – Generalplaner
Standort: Mönchengladbach
Stadtteil: Neuwerk
Gebäudetyp: Umbau und Erweiterung Büro – Open Space
BGF Erweiterungsbau: 6.000 qm
Fertigstellung: 2020

Wohnresidenz Vicus Mülfort
Auf dem ehemaligen Grundstück der Montfortaner Missionsschule St. Marien in Mönchengladbach-Mülfort, in Mitten einer parkartigen Anlage mit altem geschütztem Baumbestand, entsteht eine neue Seniorenresidenz sowie drei freistehende Wohnhäuser.
Das Grundstück ist Bestandteil des römischen Gräberfelds Vicus Mülfort. Bei Grabungen im Vorfeld wurden Fragmente von eiszeitlichen und römischen Siedlungen gefunden. Die Gebäude sind so auf dem Grundstück angeordnet, dass sie Rücksicht nehmen auf die archäologischen Funde und den wertvollen Baumbestand.
Um den parkartigen Charakter zu erhalten wird die neue Seniorenresidenz zwischen den alten Rotbuchen und Esskastanien errichtet, auf den Fundamenten der ehemaligen und zwischenzeitlich abgebrochenen Missionsschule.
Die Zimmer für 80 Bewohner und zwölf Kurzzeitbesucher sind in neun Wohngruppen angeordnet. Sie haben Aufenthaltsräume und Küchen für gemeinschaftliche Aktivitäten. Großformatige Fensteranlagen schaffen vielseitige Ausblicke in die schöne Parklandschaft und machen den jahreszeitlichen Wechsel der Natur unmittelbar erlebbar.

 

Angrenzend an die Seniorenresidenz entstehen drei freistehende Wohnhäuser mit insgesamt 27 barrierefreien zwei bis drei Zimmer Wohnungen, deren ältere Bewohner nach Bedarf Pflege- und Versorgungseinrichtungen der Residenz nutzen können.

 

Die neue Wohnresidenz Vicus Mülfort bietet seinen Bewohnern eine idyllische Atmosphäre in einer natürlichen Umgebung – und das mitten in der Stadt.

 

Bauherr: Alloheim Senioren-Residenzen SE
Stadtplaner – Generalplaner
Standort: Mönchengladbach
Stadtteil: Mülfort
Gebäudetyp: Wohnungsbau, Altenpflegeheim
Wohnen: 27 Wohneinheiten
Pflege: 80 Bewohner, 12 Kurzzeitbesucher
Fertigstellung: 2020

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