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St. Antony-Hütte

Gebäudetyp: Neubau | Planung: 2008 | Ort: Oberhausen | Auszeichnung: 3. Preis im Wettbewerb

Die Grabungsstätte St. Antony-Hütte soll einem breiten Publikum die Wurzeln der Ruhrindustrie zugänglich machen. Um dem Besucher einen Eindruck der Dimensionen der einstigen Hochofenanlage zu vermitteln wurde das Volumen der ehemaligen St. Antony-Hütte aufgegriffen und in Gebäudeform transformiert. Hierdurch wird dem Bodendenkmal gleichermaßen Schutz vor Witterung und Vandalismus geboten.

Grundgedanke für die Gestaltung des Raumes, hinsichtlich einer musealen Erlebbarkeit ist es, die Materialität des Ortes aufzugreifen. Für Wände und Dach wählten wir opale Polycarbonatelemente, die das Gebäude durch die Lichtwirkung nach außen strahlen lassen. Ein Blickfang wird geschaffen. Das vor Ort aufgenommene Foto eines Schlackerückstandes, als Folie auf die Membrane aufgezogen, erzeugt in der Abstraktion interessante Impressionen und Bezüge zwischen Architektur und Geschichte der Industriekultur.

Cortenstahl bildet am Boden und an den Stützwänden zur Böschung einen massiven Gegenpol. Er ist sowohl Zitat zur ehemaligen Stahlverarbeitung als auch modernes Material. Der Stahl wird beim Anfassen der Brüstung und beim darauf Gehen für den Besucher in seiner Haptik spürbar.

Beitrag in Architektenprofile 2009-2010