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Skihalle Neuss

Gebäudetyp: Neubau | Planung: 1999 | Bau: 2001 | Ort: Neuss | Auszeichnung: IOC/IAKS award 2003

Die Form des Baukörpers der neuen Skihalle spiegelt die Idee wider, biologische Strukturen (Bionik) architektonisch aufzugreifen.

Wie die Glieder einer Raupe wird die Länge des Baukörpers durch Zäsuren gebrochen und in der Landschaft strukturiert. Die Stützen sind so flexibel, dass sie sich sowohl der vorhandenen als auch der durch Setzungen zu erwartenden Topographie anpassen können. Ein geometrisch eindeutig bestimmter Raum wird vermieden, um ein unbegrenztes Raumerlebnis zu vermitteln. Gleichzeitig werden Hügellinien einer Landschaft aufgenommen und fortgeführt.

Die Stahlkonstruktion ist in Längsrichtung orientiert mit Lamellen verkleidet, um so ein Wechselspiel von Licht und Schatten zu ermöglichen. Die Farben sind von Anthrazitgrau bis Weiß- bzw. Graualuminium collagenartig aufeinander abgestimmt. Der 300 Meter lange Rumpf erhält im unteren Bereich seinen Kopf, getrennt bzw. verbunden durch einen abgesetzten Hals.

Die Kommunikation zwischen Skiläufern und dem Publikum stand bei der Planung im Vordergrund. Alle Ebenen stehen entsprechend durch großzügige Verglasung in Sichtverbindung mit der Skihalle.

Beitrag in Architektenprofile, 2009-2010